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Wo sich Meer und Gebirge begegnen

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Norwegen von A bis E
  • Adressen


  • Umfangreiche Informationen über Norwegen sind in Hamburg erhältlich: Norwegisches Fremdenverkehrsamt, Postfach 76 08 20, Mundsburger Damm 27, 22058 Hamburg, Tel.040-22710810, Fax: 040-22710815; für Besucher geöffnet: Mo-Fr 09.00?16.30 Uhr.

    Das Norwegische Fremdenverkehrsamt ist auch der Herausgeber des "Offiziellen Reisehandbuches", das in den vergangenen Jahren das touristische Angebot des Landes, unterstützt von vielen Firmen, repräsentierte.

    Ausführliche Informationen über Norwegen als Urlaubsland versendet die Nortra Marketing GmbH, Versandservice, Christophstraße 18?20, 45130 Essen.

    Wer sich in Oslo aufhält, wird bestens über die Hauptstadt und das Land im neuen Info-Zentrum gegenüber dem Rathaus, Vestbaneplassen 1, informiert, und zwar Mo-Fr von 09.00-17.00 Uhr, Sa-So von 09.00-15.00 Uhr. Ein weiteres Info-Zentrum befindet sich im Osloer Hauptbahnhof, täglich von 08.00-23.00 Uhr geöffnet.

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  • Ärztliche Versorgung


  • Denken Sie daran, notwendige Medikamente mitzunehmen, da Sie diese nur über ein Rezept erhalten. In Norwegen gelten strenge Arzneimittelgesetze. Seit Juli 1994 gilt offiziell das E 111-Formular der deutschen Krankemkassen. Der Abschluß einer privaten Versicherung wird weiterhin empfohlen.

    Anfallende Kosten im Falle medizinischer Versorgung müssen unmittelbar bezahlt werden. Unter "legevakten" findet man auf Seite 2 eines norwegischen Telefonbuches die Telefonnummern von Ärzten.

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  • Alkohol


  • siehe Getränke

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  • Angeln


  • Die Küste und die Naturräume im Binnenland bieten ideale Angelmöglichkeiten in einem Land, dessen Umwelt weniger belastet ist als die der meisten anderen Länder. Flüsse und Seen stehen allen Urlaubern unter bestimmten Voraussetzungen zur Verfügung.

    Zu unterscheiden ist zwischen einer staatlichen Angelabgabe, die jede Person über 16 Jahre beim Binnenfischen oder Angeln von Lachs, Seeforelle und Seesaibling entrichten muß, und der zusätzlichen Angelkarte, die für ein bestimmtes Gebiet gilt.

    Die staatliche Angelabgabe, die man per Vordruck bei allen Postämtern überweisen kann, kostet NOK 90 für das Binnen- und NOK 180 für das Lachsangeln (1995). Besondere Regeln gelten für die Provinz Finnmark. Zum Meeresangeln benötigt man keine Angelkarte, sofern man nicht Lachse oder Seeforellen fangen möchte. Dorsch, Köhler, Schellfisch, Makrele und Hering findet man das ganze Jahr über reichlich.

    Die Kosten für eine Angelkarte können sehr variieren. Will man in Binnengewässern sein Glück versuchen, zahlt man in der Regel NOK 50-100 in der Woche. Wesentlich höher sind die Preise, wenn man in den besten Lachsflüssen des Landes angeln möchte. Da kostet die Angelkarte einige hundert Kronen pro Tag oder noch mehr. Angelkarten erhält man bei den lokalen Fremdenverkehrsämtern, auf Campingplätzen, in Sportgeschäften, in Hotels oder auch an Tankstellen.

    In Norwegens Binnengewässern finden sich über 40 Arten von Fischen, während in Nordnorwegen und teilweise im südnorwegischen Gebirge fast nur Forelle und Saibling vorkommen. Die beste Angelzeit in den tieferen Lagen sind die Monate Mai und Juni, im Fjell ist der Spätsommer günstiger. Die Schutzzeiten fallen in etwa mit der Laichzeit der Fische zusammen, werden aber von den Kommunen genau festgelegt

    Für viele geht von der Jagd nach dem Lachs eine besondere Faszination aus, der in rund 400 Flüssen Norwegens anzutreffen ist. In Nordnorwegen kann man auch Seesaiblinge angeln. In einigen Flüssen erreichen die Lachse ein Gewicht von 15-30 kg, in anderen Gewässern werden sie nur 2-5 kg schwer. Es gibt aber auch Flüsse, in denen einzelne Lachsstämme durch Vermischung mit aus der Aquakultur entwichenen Tieren genetisch verunreinigt worden sind.

    In über 70 norwegischen Flüssen dürfen Lachse momentan nicht gefangen werden. In der Regel ist das Lachsfischen in den Flüssen in der Zeit vom 01.06.-16.08. gestattet, in Flüssen mit Seeforelle und Seesaibling noch 14 Tage länger. Im Meer dürfen Lachse, Seeforellen und -saiblinge vom 01.06.04.08. gefangen werden, ganzjährig mit der Rute vom Land aus. Die günstigste Angelzeit variiert von Fluß zu Fluß. Lachs und Seeforelle sollten eine Mindestgröße von 30 cm aufweisen.
    Buchtip J. Berge, Angeln in Norwegen, Nortrabooks 1990

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  • Autofahren


  • Das Straßennetz ist in der jüngsten Vergangenheit in beeindruckender Weise ausgebaut worden, dennoch darf man die Entfernungen nicht unterschätzen, denn viele Srecken sind kurvenreich, weisen erhebliches Gefälle oder starke Steigungen auf. Viel mehr als 300 km sollte man am Tag nicht zurücklegen, wenn die Reise nicht zur Tortur werden soll. Obwohl die Straßenschilder die Distanzen immer in km anzeigen, rechnen Norweger oder auch Schweden die Entfernungen in ihren Ländern häufig nach mil (= Meile), wobei die skandinavische Meile 10 km umfaßt.

    Zur Finanzierung teurer privater oder staatlicher Brücken-, Tunnel- und Straßenprojekte wird dem Autoreisenden an manchen Stellen ein Wegegeld abverlangt (norweg. bompenger), meistens zwischen NOK 10 und 20, machmal mehr, wenn Brücken und Tunnel ehemalige Fähren ersetzen, auch deutlich mehr.

    Selbst wenn es noch so hell ist und die Sonne scheint, muß tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden, will man ein Bußgeld von NOK 400 vermeiden.

    Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind natürlich den topographischen Verhältnissen des Landes angepaßt, so daß man nur auf einigen Schnellstraßen 90 km/h fahren darf, ansonsten gilt außerhalb geschlossener Ortschaften Tempo 80, die Höchstgeschwindigkeit für Kfz über 3,5 t beträgt immer 80 km/h. Für Gespanne mit ungebremstem Anhänger gilt maximal Tempo 60. Innerhalb geschlossener Ortschaften darf grundsätzlich nicht schneller gefahren werden als 50 km/h. Der Reisende ist gut beraten, sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten zu halten, da häufig Kontrollen durchgeführt werden und Touristen nicht mit einer milderen Behandlung rechnen können. Die Geldstrafen sind für unsere Verhältnisse hoch. Die Mindestbuße bei Überschreiten der Geschwindigkeit beträgt NOK 400.

    Wer ein Rotlicht überfährt oder das Überholverbot nicht beachtet, zahlt ein Bußgeld von NOK 2.000.

    Natürlich werden in einem Land, das eine restriktive Alkoholpolitik betreibt, auch Alkoholsünder hart bestraft. Wer die 0,5 Promille-Grenze überschreitet, läuft Gefahr, ein norwegisches Gefängnis kennenzulernen und seine Fahrerlaubnis für mindestens ein Jahr zu verlieren. Hohe Strafen drohen auch, wenn gegen die Anschnallpflicht verstoßen wird.

    Wer im Winter/Frühjahr Norwegen besucht, sollte auf jeden Fall Schneeketten mitnehmen, die im Gebirge vorgeschrieben sind; erlaubt sind auch Spikes, die man im Land ausleihen kann (häufig in den Fährhäfen). Erkundigen Sie sich vorher nach der Befahrbarkeit von Straßen im Gebirge, da diese oft bis Mitte Mai oder noch länger gesperrt sind. Ganzjährig geöffnet ist nur die "Hardangervidda-Straße Nr. 7", wenn die Witterungsverhältnisse nicht zu extrem sind. Das Norwegische Fremdenverkehrsamt informiert.

    Wer im Inland Mitglied eines Automobilclubs ist, kann sich im Schadensfall an den NAF, den Norwegischen Automobilclub, wenden. Per Auslandsschutzbrief erhält man Kosten für die Pannenhilfe daheim zurück. NAF, Storgt. 2, N-0105 Oslo 1, Tel.: 22341400.
    Neben dem NAF ist auch der Kongelig Norsk Automobilklub (KNA), 0255 Oslo 2, Drammensveien 20 C, Telefon 22561900, Partnerclub des ADAC.

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  • Autoverleih


  • In den größeren Städten und fast allen zahlreichen Orten mit Flughäfen kann man Autos mieten, die zumeist nur an Personen über 25 Jahren abgegeben werden. Am häufigsten ist Avis im Lande vertreten. Achten Sie auf Sondertarife, die an Wochenenden und im Sommer gewährt werden. Die Kosten liegen für einen Kleinwagen (Renault Clio o.ä.) bei Hertz z.B. bei NOK 615 pro Tag aufwärts ohne km-Begrenzung, incl. Versicherung und Steuern, der Wochenendpreis (Fr 12.00 Uhr-Mo 10.00 Uhr) beträgt NOK 1.050. Die Hinterlegung einer Kaution ist üblich, Kreditkarteninhaber zeigen nur ihre Karte vor.

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  • Bahn


  • siehe Verkehrsmittel

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  • Banken


  • siehe Öffnungszeiten

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  • Bergwandern


  • siehe Wandern

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  • Benzin


  • Die Preise im Ölland Norwegen sind deutlich höher als bei uns, nur Diesel ist relativ preiswert. Das Tankstellennetz wird nach Norden hin dünner, so daß man einen Reservekanister dabei haben sollte. Mit Deutschland verglichen, spielen Geld- und Kreditkartenautomaten eine größere Rolle.

    In Norwegen gibt es kein Benzin, das exakt deutschem Normalbenzin entspricht. Tanken Sie also 95 Oktan bleifrei, das "Super " in Deutschland entspricht; "Super Plus" hat 98 Oktan.

    Die Preise lagen Anfang 1997 in Oslo bei:
    Bleifrei 95 Oktan NOK 8,61
    Bleifrei 98 Oktan NOK 8,92
    98 Oktan NOK 9,22
    Diesel NOK 7,95

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  • Botschaften


  • -In Deutschland: Kgl. Norwegische Botschaft, Mittelstraße 43, 53175 Bonn, Tel.: 0228-819970
    -In Österreich: Kgl. Norwegische Botschaft, Bayerngasse 3, A-1037 Wien, Tel.: 222-7156692/93/94
    -In der Schweiz: Kgl. Norwegische Botschaft, Dufourstraße 29, CH3005 Bern, Tel.: 031-444676

    Diplomatische Vertretungen in Norwegen:
    - Botschaft der Bundesrepublik Deutschland: Oscarsgate 45, N-0258 Oslo 2, Tel.: 0047-22552010
    - Botschaft der Republik Österreich, Sophus Lies gate 2, N-0244 Oslo 2, Tel.: 0047-22552348
    - Botschaft der Schweiz, Bygdoy Alle 78, N-0268 Oslo 2, Tel.: 004722430590

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  • Busse


  • siehe Verkehrsmittel

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  • Camping


  • siehe Unterkunft

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  • Einkaufen


  • Im ganzen Land gibt es mehr als 2.000 Geschäfte, in denen man "tax-free" einkaufen kann, also mehrwertsteuerfrei. Wenn Sie mehr als 300 norwegische Kronen bezahlen, können Sie zwischen 10 und 15% des Warenpreises zurückbekommen. Die Höhe der Rückvergütung ist dabei vom Kaufbetrag abhängig. Von der Mehrwertsteuer, die gegenwärtig bei 23% liegt, wird eine Bearbeitungsgebühr abgezogen. Wenn Sie also etwas kaufen, zeigen Sie -was machmal auch nicht nötig ist - Ihren Paß vor, damit deutlich wird, daß Sie außerhalb Skandinaviens wohnen. Zusammen mit der versiegelten Ware erhalten Sie einen Scheck, auf dem der Mehrwertsteuerbetrag eingetragen ist. Bevor Sie den Scheck beim Verlassen des Landes einlösen, tragen Sie Name, Anschrift und die Paßbzw. Personalausweisnummer ein. Wichtig ist, daß die gekauften Waren im Land nicht benutzt werden dürfen.

    Beim Verlassen Norwegens erhalten Sie an den meisten Grenzübergängen, auf den Flughäfen und an Bord der größeren Fähren die Mehrwertsteuer in norwegischen Kronen zurück. Zuständig für Kontrolle und Erstattung ist nicht der Zoll, sondern die Privatgesellschaft Norway Taxfree Shopping. Schecks, die in Norwegen ausgestellt worden sind, können auch bei Europe Tax-free Shopping Denmark, Sweden Tax-free Shopping und Finland Taxfree Shopping eingelöst werden.
    Weitere Informationen bei: Norway Tax-free Shopping AS, Postboks 48, N-1345 Österâs

    Wer neben seinen persönlichen Eindrücken und Bildern eventuell andere Reiseandenken mit nach Hause nehmen möchte, sei auf die norwegischen Traditionen im Kunsthandwerk verwiesen.
    Das Angebot an Holzgegenständen, Textilien, hochwertigem Glas, Keramik, Schmuck oder Zinnwaren ist sehr beachtlich. Überall findet man Geschäfte, in denen gestrickte Kleidungsstücke angeboten werden, also auch die in aller Welt bekannten Norweger-Pullover. Viele Muster und Farben gehen auf verschiedene Landschaften Norwegens zurück, wenngleich die Tradition, mit mehreren Farben zu stricken, nicht zu den ältesten gehört.

    Eine lange Tradition hat dagegen die Goldschmiedekunst. Neben modernem Design gibt es Schmuck, bei dem sich die Künstler immer wieder von Funden aus altnordischer oder der Wikingerzeit inspirieren lassen. Die Auflagen für Gold- und Silberschmuck schreiben einen Mindestgehalt an Edelmetallen vor: laut Stempelgesetz gelten für Gold 14 K. und für Silber 830 S. Auch Steine werden zu Schmuck verarbeitet, was in einem an Mineralien so reichen Land nicht verwundert. Als eine Art Nationalstein gilt der Thulit, der an den griechischen Namen für Norwegen (Ultima Thule) erinnert.
    Norwegische Zinnwaren sind frei von Blei, das TK-Zeichen steht für geprüfte Qualität.

    Groß ist die Auswahl an Pelzen erlesener Qualität in den zahlreichen Fachgeschäften. In der Blaufuchszucht liegt Norwegen weltweit an dritter Stelle, wobei die Skandinavier mit insgesamt vier Fünftel der Weltproduktion den Markt bestimmen. Das Markenzeichen "Saga Furs" steht als Gütezeichen für im Norden Europas gezüchtete Minke und Füchse. Aus Wettbewerbsgründen werden die Felle zumeist außerhalb Norwegens verarbeitet, so daß die Pelze vom Preis her konkurrenzfähig sind.

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  • Eisenbahn


  • siehe Verkehrsmittel

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  • Entfernungen


  • Alle Angaben in Kilometer.
  Bergen Bodø Fagernes Hamar Hammer-
fest
Kirkenes Kristian-
sand
Kristian-
sund
Larvik Lille-
hammer
Narvik Oslo Røros Stavanger Svine-
sund
Tromsø Trond-
heim
Åle-
sund
Bergen   1420 368 476 2256 2685 398 513 465 440 1590 484 656 149 598 1751 682 401
Bodø 1420   1132 1160 953 1389 1611 930 1374 098 296 1277 892 1557 1396 556 738 1166
Fagernes 368 1132   135 1966 2397 477 437 278 114 1302 186 358 436 299 1563 394 422
Hamar 476 1160 135   1996 2425 451 465 256 62 1330 123 278 563 236 1611 422 450
Hammerfest 2256 953 1968 1996   497 2447 1766 2210 1934 666 2113 1728 2393 2232 442 1574 2002
Kirkenes 2685 1389 2397 2425 497   276 2195 2593 2363 1093 2541 2157 2822 2661 841 2003 2431
Kristiansand 398 1611 477 451 2447 2876   916 198 513 1781 328 729 256 296 2042 873 901
Kristiansund 513 930 437 465 1766 2195 916   691 403 1100 588 302 662 701 1361 192 134
Larvik 465 1374 278 256 2210 2593 198 691   291 1544 131 517 443 112 1805 636 678
Lillehammer 440 1098 114 62 1934 2363 513 403 291   1268 185 261 542 298 1529 360 388
Narvik 1590 296 1302 1330 666 1093 1781 1100 1544 1268   1447 1062 1727 1566 261 908 1336
Nordkapp 2306 1002 2018 2044 164 501 2497 1816 2260 1983 739 2163 1778 2443 2282 464 1624 2052
Oslo 484 1277 186 123 2113 2541 328 588 131 185 1447   401 584 113 1708 539 573
Røros 656 892 358 278 1728 2157 729 302 517 261 1062 401   804 514 1323 154 402
Stavanger 149 1557 436 563 2393 2822 256 622 443 542 1727 584 804   565 1988 819 528
Svinesund 598 1396 299 236 2232 2661 296 701 112 298 1566 113 514 565   1827 658 686
Tromsø 1751 556 1563 1611 442 841 2042 1361 1805 1529 261 1708 1323 1988 1827   1169 1587
Trondheim 682 738 394 422 1574 2003 873 192 636 360 908 539 154 819 658 1169   428
Ålesund 401 1166 422 450 2002 2431 901 134 678 388 1336 573 402 528 686 1587 428  


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  • Essen


  • Lange Zeit hatte die norwegische Küche nicht einmal den schlechten Ruf, den man der Kochkunst der Briten nachsagt, sondern gar keinen. Die zahlreichen Imbißbuden, Pizzerien und internationalen Restaurants im Lande lassen beim Besucher den Eindruck entstehen, als gäbe es gar keine norwegische Küche. Dabei gehört die norwegische Kochkunst seit einigen Jahren zu den besten der Welt, jedenfalls im Bereich der Spitzengastronomie, ausgezeichnet mit vielen Preisen bei der Olympiade der Köche oder mit der Goldmedaille, wie Bent Stiansen 1993 bei den Weltmeisterschaften (Bocuse D'Or).

    Der Reisende bemerkt von alledem recht wenig, wenn er eine einfache Mahlzeit zu sich nehmen will. Vielleicht hat er in einer Gatekjokken (wörtlich: "Straßenküche" -Cafeteria, Imbißstube) fiskeboller, das sind Fischklößchen, in weißer Soße gegessen oder zum ersten Mal Stockfisch probiert, der nicht jedermanns Sache ist. In einem Land, dessen Wirtschaft auf den Ressourcen des Meeres basiert, ist es natürlich, daß man viel Fisch ißt. Sogar die McDonald's-Kette, die weltweit ihre Einheitsgerichte anbietet, läßt in Norwegen, dem Land des Zuchtlachs, eine besondere Variante zu: laksburgare mit Dillsauße und Salat.

    Wer also Qualität und Besonderheit der norwegischen Küche erleben und landestypisch essen möchte, kommt an Lachs, Goldbarsch, Steinbutt, Seezunge, Dorsch, Hering, Garnelen und Muscheln nicht vorbei.

    Auf dem Fischmarkt fangfrisch gekauft oder selbst gefangen und zubereitet, sind die Meeresprodukte schon wegen ihres vorzüglichen Eigengeschmacks Spezialitäten.
    Neben vielen anderen Fischgerichten ist norwegischer Lachs, gekocht, geräuchert, gebraten oder gebeizt, inzwischen dank Fischzucht zu erschwinglichen Peisen zu haben. Empfehlenswert ist der gravet laks, ein mindestens zwei Tage in eine Beize aus Salz, Pfeffer, Zucker und Dill eingelegte Köstlichkeit.
    Nicht zu vergleichen mit artverwandten Meeresfrüchten südlicher Länder sind die schmackhaften, großen und gesunden reker, Garnelen, die in Gewässern leben, in denen die Wassertemperatur nicht über +8C liegt. Auf den Speisekarten mancher Restaurants wird reker gelegentlich falsch mit "Krabben" übersetzt. Norweger treffen sich schon einmal zu einem rekekveld, einem Garnelenabend, bei dem die reker am Tisch geschält und mit Butter auf Weißbrot oder Toast und Zitrone gegessen werden.
    In Cafeterien gibt es Garnelen oft auf Sandwiches oder in vielen Salaten. Eine Besonderheit sind auch die Variationen marinierter Heringe, mal in Senf-Sauce oder süß-sauer zubereitet. Sie fehlen auf keinem Buffet und werden bereits zum Frühstück (frokost) angeboten, das in der Regel im Preis für die Übernachtung eingeschlossen ist.
    Wer hier seine ersten kulinarischen Norwegen-Erfahrungen macht, wird angenehm überrascht sein über ein Buffet, das mit einem kontinentalen Frühstück nicht zu vergleichen ist. Da gibt es Butter, Margarine, Marmeladen, Honig, verschiedene Brotsorten und Brötchen, Cornflakes, Müsli, Joghurt, Fleischscheiben, Schinken und Wurst, verschiedene Käsesorten, Eier, Fischbeilagen, Frikadellen, machmal auch noch Hefeteilchen sowie Kaffe, Tee, Milch und Orangensaft.

    Angesichts eines solchen Frühstücks wird verständlich, daß man im normalen norwegischen Alltag zu Mittag (lunchllunsj) meist nur ein Brot oder eine Kleinigkeit ißt. Das Abendessen (middag) wird früh eingenommen, oft zwischen 17.00-18.00 Uhr, so daß im Sommer die langen, hellen Abende für Spaziergänge, Angeltouren oder Besuche im Sommerhäuschen genutzt werden. Gegen 21.00 Uhr oder auch später nimmt man dann noch ein Abendbrot ein, das aftensmat, manchmal auch aus Kaffee und Kuchen bestehend.

    Wer reichlich essen möchte und ein norwegisches kulinarisches Erlebnis sucht, dem sei ein traditionelles Buffet, koltbord genannt, empfohlen, wie es manche Restaurants/Hotels mittags und/oder abends zum Pauschalpreis anbieten. Da finden sich neben Räucherlachs und mariniertem Lachs geräucherte und marinierte Forellen, gelaugter Stockfisch, Heringsvariationen, gekochter Dorsch, Fladenbrot, Fleischklöße, Hammelkeule, Rentier- und Elchfleisch sowie köstliche Desserts wie etwa Multebeercreme oder Karamelpudding.
    Der Preis von NOK 155 z B. im Restaurant des Hotel Stefan in Oslo für das reichhaltige Buffet ist keineswegs zu hoch.

    Wer als Reisender unterwegs ist und zu Mittag eine recht preiswerte Mahlzeit zu sich nehmen möchte, achte auf ein Tagesmenu (dagens rett), das in vielen Restaurants und Cafeterien angeboten wird. Ein Besuch bei McDonald's oder ähnlichen Ketten fällt doppelt so teuer aus wie bei uns. Relativ preiswert ißt man auch in einem chinesischen Restaurant, das es in fast jeder Stadt gibt. Manchmal bekommt man dort sogar norwegische Hausmannskost geboten. Für Touristen sollte es in größeren Orten möglich sein, in einem Café, einem China- oder Pasta-Restaurant ein Hauptgericht für NOK 60-70 zu finden. In den besten Restaurants Oslos, Bergens oder Trondheims zahlt man für ein 3-Gänge-Menu pro Person NOK 400-600.

    In den letzten Jahren fällt ohnehin auf, daß zunehmend mehr Restaurants unabhängig vom Preisniveau traditionelle norwegische Gerichte anbieten. Achten Sie auf gastronomische Betriebe mit dem Signet Det Norske Kjoekken, d.h. "Die Norwegische Küche".

    Einige der traditionellen Gerichte und Spezialitäten des Landes sind allerdings für Kontinentaleuropäer etwas gewöhnungsbedürftig. Dazu gehört wohl roemmegroet, eine Art gelber Brei, gekocht aus dickem Sauerrahm und weißem Mehl oder Gries, serviert mit Zucker, Zimt und Butterkugel.

    Geradezu als Nationalgericht können Fleischklöße in brauner Soße (kjoettkaker) gelten, genauso wie fårikål, das sind Lammfleischscheiben mit Kohl gekocht. Dazu ißt man Kartoffeln.
    Die traditionellen Gerichte sind auf alte Konservierungsmethoden zurückzuführen, derer die Menschen sich bedienten, um den langen Winter zu überstehen. Dazu gehört das pinnekjoett, geräuchertes Hammelfleisch, das ursprünglich aus Westnorwegen stammt, inzwischen aber als Delikatesse zusammen mit Kohlrabimus und Kartoffeln im ganzen Lande geschätzt wird. Geräuchertes Fleisch und getrockneten Fisch nahmen schon die Wikinger auf ihre ausgedehnten Reisen mit.

    Ein altes norwegisches Gericht ist der lutefisk, in Lauge und Wasser geweichter Stockfisch, der in Norwegen im Herbst und vor allem zu Weihnachten populär ist.

    Das "allernorwegischste" Produkt, so behaupten die meisten Landeskinder, ist der geitost, der Ziegenkäse, von dem jährlich 14.000 Tonnen produziert werden. Man köchelt die Ziegenmilch so lange, bis sie eine braune Karamelfarbe annimmt und süßlich schmeckt.

    Da im Norden mit Hafer und Gerste überwiegend Getreidearten angebaut wurden, die sich nicht zur Herstellung von Hefebroten eigneten, gab es diese nur zu besonderen festlichen Anlässen. Üblich war das flatbroed, ein dünnes, hartes, haltbares Fladenbrot, das heute in Norwegen fast identisch ist mit der Marke Ideal. Lefse hingegen ist ein weiches Fladenbrot aus Kartoffeln und Mehl, das die Norweger mit Butter bestreichen, mit kleingeschnittenen Fleischklößchen füllen und wie eine Wurst zusammenrollen.


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